Welche Hauttypen sind für welches Gerät geeignet?
Ratgeber · Technik & Geräte · Stand: 29.09.2026
Die Fitzpatrick-Skala teilt die Haut nach ihrer Reaktion auf UV-Licht in sechs Typen ein. Für Laser und IPL ist sie die wichtigste Orientierung: Je mehr Melanin die Haut enthält, desto mehr Energie nimmt sie selbst auf. Dieser Beitrag erklärt die Typen, die Risiken bei dunkler Haut und was das für die Wahl des Geräts heißt.
Von den Dozentinnen der Katies Academy
Das Wichtigste in Kürze
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Typ I bis III: helle bis mittlere Haut, Alexandrit und Diodenlaser werden genannt.
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Typ IV: olivfarbene Haut, Diodenlaser und Nd:YAG werden genannt.
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Typ V und VI: dunkle Haut, Nd:YAG (1064 nm) gilt als schonendste Wellenlänge.
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Risiken: Verbrennungen, Blasen, Pigmentänderungen, Narben.
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Entscheidung: trifft die Fachkraft nach Anamnese und Testbehandlung.

Fitzpatrick-Skala, Geräte und Risiken
Was die Fitzpatrick-Skala beschreibt
Die Skala ordnet die Haut nach ihrer Reaktion auf Sonne ein: Verbrennt sie, und wie stark bräunt sie? Sie beschreibt also das Verhalten der Haut, nicht die Herkunft eines Menschen. Für die Behandlung zählt, wie viel Melanin in der Oberhaut sitzt.
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Typ I: sehr helle Haut, verbrennt immer, bräunt nie. Häufig rote oder sehr helle Haare.
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Typ II: helle Haut, verbrennt leicht, bräunt kaum.
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Typ III: mittlere Haut, verbrennt gelegentlich, bräunt allmählich.
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Typ IV: olivfarbene bis hellbraune Haut, verbrennt selten, bräunt gut.
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Typ V: braune Haut, verbrennt sehr selten.
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Typ VI: sehr dunkel pigmentierte Haut, verbrennt praktisch nie.
Die Einordnung ist eine Einschätzung im Gespräch, keine Messung. Bräune, Mischformen und Körperstellen mit unterschiedlicher Pigmentierung machen sie schwieriger.
Warum der Hauttyp für Laser und IPL zählt
Laser und IPL zielen auf das Melanin im Haar. Melanin sitzt aber auch in der Haut. Je dunkler die Haut, desto mehr Strahlung nimmt sie auf und desto mehr Wärme entsteht in der Oberhaut. Kürzere Wellenlängen nimmt Melanin stärker auf, längere dringen tiefer ein und belasten die Oberhaut weniger. Eine Simulationsstudie von 2026 bewertet 1064 nm über alle Hauttypen hinweg als optisch günstigste Wellenlänge und 755 sowie 808 nm als mittleres Profil.
Welche Geräteklasse bei welchem Hauttyp genannt wird
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Alexandritlaser (ca. 755 nm): Typ I bis III.
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Diodenlaser (ca. 800 bis 810 nm): Typ II bis IV.
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Nd:YAG-Laser (1064 nm): Typ IV bis VI.
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IPL: je nach Filter sehr unterschiedlich, bei dunkleren Typen mit besonderer Vorsicht.
Das sind Richtwerte aus Fachbeiträgen, keine Vorgabe und kein Wirkversprechen. Bei den Typen V und VI empfehlen Fachbeiträge eine besonders sorgfältige Vorabklärung, im Zweifel ärztlich.
Weiterlesen: Diodenlaser, Alexandrit, Nd:YAG und IPL im Vergleich
Risiken bei dunkler Haut
Zu den möglichen Folgen einer zu hohen Energie zählen laut Bundesamt für Strahlenschutz Verbrennungen und Narben sowie Über- oder Unterpigmentierung der Haut. Bei dunkler Haut ist das Risiko für Pigmentveränderungen höher, weil die Haut selbst mehr Strahlung aufnimmt. Kurze Wellenlängen erhöhen es zusätzlich.
Weitere Faktoren, die zählen
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Gebräunte Haut: Das BfS rät, vor einer Behandlung nicht zu bräunen.
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Lichtempfindlich machende Stoffe: Etwa Johanniskraut sollte man laut BfS meiden.
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Haarfarbe: Rote, hellblonde, graue und weiße Haare enthalten zu wenig Melanin für eine wirksame Behandlung.
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Pigmentierte Hautveränderungen: Muttermale können nach einer Bestrahlung schwerer zu beurteilen sein. Ihre Behandlung steht unter Arztvorbehalt (BMUKN FAQ D.01).
Was das für deine Schulung bedeutet
Beide Module behandeln das Thema. Grundlagen der Haut liefert die Basis zu Aufbau und Funktion der Haut. Im Modul Optische Strahlung lernst du, den Hauttyp einzuschätzen, Kontraindikationen zu erkennen und die Behandlung so vorzubereiten, dass das Risiko gering bleibt.
Quellen
Häufige Fragen zu Hauttypen und Laser
Kann jeder Hauttyp behandelt werden?
Nicht pauschal. Es hängt von Gerät, Einstellung, Haarfarbe und der Erfahrung der Fachkraft ab. Bei dunkleren Hauttypen ist mehr Sorgfalt nötig.
Wer bestimmt den Hauttyp?
Die Fachkraft, im Beratungsgespräch mit Anamnese und einem Blick auf die Haut. Ein reiner Selbsttest ersetzt das nicht.
Ist gebräunte Haut ein Problem?
Ja. Bräune heißt mehr Melanin in der Haut. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät deshalb ab, vor einer Behandlung zu bräunen.
Ist Nd:YAG bei dunkler Haut immer die sichere Wahl?
Nein. Die Wellenlänge gilt als günstig, ersetzt aber weder Testbehandlung noch die richtige Einstellung.
Deine Dozentinnen
Katharina Radloff
Gründerin Katies Academy
Mareile Fuchs
Dozentin für die Haut & ihre Anhangsgebilde
Laura Hessenkemper
Dozentin für Optische Strahlung
Mit Katies Transformations hat Katharina ein auf dauerhafte Haarentfernung spezialisiertes Studio aufgebaut und über Jahre zu einem erfolgreichen, professionellen Unternehmen entwickelt.
Ihr Fokus liegt dabei auf der Verbindung von Fachwissen, moderner Gerätetechnik, effizienten Abläufen und einem hohen Qualitätsanspruch.
Diese unternehmerische Praxiserfahrung bringt sie in die Katies Academy ein – mit dem Ziel, nicht nur zu vermitteln, was theoretisch möglich ist, sondern zu zeigen, was sich im Studio tatsächlich umsetzen lässt.
Mareile Fuchs bringt über 15 Jahre Erfahrung in der professionellen Kosmetik, Trichologie und apparativen Behandlung mit und kennt die Haut und ihre Anhangsgebilde aus unterschiedlichsten Perspektiven.
Durch ihre langjährige praktische Arbeit, unter anderem im medizinischen Umfeld einer dermatologischen Facharztpraxis, verbindet sie fundiertes Fachwissen mit einem tiefen Verständnis für die tatsächliche Praxis.
Als Dozentin für „Haut und deren Anhangsgebilde“ macht sie komplexe Zusammenhänge greifbar und zeigt, warum fundiertes Hautwissen die Basis für sichere und erfolgreiche apparative Anwendungen ist.
Als bekennender „Laser-Nerd“ liebt sie es, technische und physikalische Zusammenhänge bis ins Detail zu verstehen – und dieses Wissen verständlich und empathisch weiterzugeben.
Ihr Anspruch: Nicht Parameter auswendig lernen, sondern verstehen, warum ein Laser so reagiert, wie er reagiert – und dieses Verständnis sicher in die Praxis übertragen.
Als Ausbildungsleitung und Ausbilderin verbindet sie fachliche Tiefe mit Empathie und einem guten Gespür für Menschen. Sie möchte Verständnis schaffen, Sicherheit geben und jeden dort abholen, wo er gerade steht.

Vanessa Vogt
Dozentin für die Haut

Ilkgül Yalcin
Dozentin für die Haut & ihre Anhangsgebilde sowie Optische Strahlung
Vanessa Vogt ist Meisterin im Kosmetiker-Gewerbe (Bachelor Professional) und verfügt damit über eine umfassende fachliche Qualifikation im Bereich Kosmetik und Haut. Ihre Ausbildung verbindet fundiertes Fachwissen mit langjähriger praktischer Erfahrung in der kosmetischen Behandlung.
Als Ausbilderin mit bestandener Ausbildereignungsprüfung (AEVO) versteht sie es, Fachwissen nicht nur anzuwenden, sondern auch verständlich und praxisnah zu vermitteln.
Ergänzt wird ihre Qualifikation durch Weiterbildungen in moderner Kosmetik, Hautpflege und apparativer Gerätetechnik.
Bei der Katies Academy steht für Vanessa besonders die praxisnahe Vermittlung von Fachwissen rund um Haut, Kosmetik und moderne Behandlungsmethoden im Mittelpunkt.
Ilkgül bringt über 15 Jahre Erfahrung in Kosmetik, apparativer Behandlung und Schulung mit und arbeitet bereits seit 2005 mit Laser, IPL und weiteren apparativen Verfahren. Schon früh war sie als Dozentin für dauerhafte Haarentfernung tätig.
In den vergangenen Jahren hat sie als Ausbilderin und Leiterin von NiSV-Schulungen Fachkräfte in allen vier Fachkundemodulen – online und in Präsenz – in Theorie und Praxis ausgebildet.
Heute verbindet sie ihre langjährige Anwendungserfahrung mit umfangreicher Ausbildungspraxis und weiß genau, worauf es ankommt, damit aus theoretischem Wissen sichere praktische Anwendung wird.



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